Vom Studenten zum Lehrbeauftragten

In seinem Blogbeitrag erzählt unser Co-Founder Dominik Horn, wie er seine Leidenschaft für die Prozessautomatisierung entdeckte, warum er sich entschied, zu gründen, und wie er Lehrbeauftragter an der Hochschule Augsburg wurde.

Mein Name ist Dominik Horn, ich bin 27 Jahre alt und Mitgründer der FlowSquad GmbH. Während meines Studiums an der Hochschule Reutlingen kam ich das erste Mal mit Prozessmanagement und -automatisierung in Berührung. Ich arbeitete in einem lokalen Startup und konnte dabei erste Erfahrungen bei der Automatisierung von Prozessen sammeln – mein Interesse war geweckt. Durch den Einsatz von RFID-Technologie digitalisierten und automatisierten wird Abläufe in den verschiedensten Bereichen – von der Gastronomie bis hin zur Qualitätssicherung an Fertigungslinien.

Als ich 2015 mein Master-Studium an der Hochschule Augsburg begann, fokussierte ich mich weiter auf diesen Bereich. Ich hatte das Glück, an Gastvorträgen von Matus Mala zum Thema Process-Engine teilnehmen zu können. Ich richtete meinen gesamten Fokus in den Projekt- und Studienarbeiten darauf, mein Wissen auf diesem Gebiet weiter zu vertiefen. Camunda begleitete mich dabei als Softwareprodukt vom ersten Tag an. Durch meinen Einsatz konnte ich noch vor Abschluss meines Studiums erste eigene Vorlesungen zum Thema BPM halten und dadurch wertvolle Erfahrungen für spätere Schulungen sammeln – auch wenn ich mir gelegentlich anhören musste, dass in jedem meiner Sätze das Wort „Prozess“ oder „Camunda“ vorkommt…

Mit meiner Abschlussarbeit, die den zugegeben etwas sperrigen Titel „Analyse und Umsetzung von Verbesserungspotentialen im Business Process Management durch den Einsatz von CMMN und DMN“ trug, startete ich meine berufliche Laufbahn bei der it-economics, einer IT-Beratungsfirma in München. Gemeinsam mit Matus Mala baute ich dort den Geschäftsbereich Prozessmanagement und -automatisierung auf. Wir wurden zertifizierter Camunda-Partner und betreuten mehrere Projekte, bei denen wir die Process-Engine einsetzten.

Dabei ging der Kontakt zur Hochschule Augsburg über die letzten 3 Jahre nie verloren. In zahlreichen Gastvorträgen und Schulungen in den BPM-Vorlesungen von Prof. Müssigmann, versuchte ich den Studenten mein gesammeltes Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben. Ich betreute die verschiedensten Projektarbeiten und konnte mit engagierten Studenten an zukunftsrelevanten BPM-Themen forschen.


Nach über zwei Jahren Beratung, Pendeln und anspruchsvollen Projekten brauchte ich eine Veränderung. Ich suchte nach einer neuen Herausforderung, bei der ich mehr Zeit für eigene Projekte und mehr Verantwortung haben würde. Auf der CamundaCon 2019 in Berlin wurde dann der Gedanke der Selbständigkeit geboren. Diese Idee teilte ich mit Alexander Praschek. Wir hatten die letzten 3 Jahre gemeinsam in einem Team gearbeitet, das mehrere Prozessframeworks im Banking-Umfeld umgesetzt hatte. Wie sich herausstellte, hatte auch er das mittelfristige Ziel, ein eigenes Unternehmen zu gründen. In den folgenden Monaten konkretisierten wir unsere Idee und gründeten schließlich am 01. Januar 2020 die FlowSquad GmbH.

Wir sind begeistert von den Themen und Herausforderungen im Bereich der Automatisierung von Geschäftsprozessen und sind überzeugt davon, dass Unternehmen für ihre Kernprozesse eigene Software entwickeln sollten. Nur so wird die notwendige Flexibilität geschaffen, auf Veränderungen schnell reagieren zu können und sich vom Wettbewerb zu unterscheiden.


Diese Begeisterung für Automatisierungsthemen ist es, die dazu geführt hat, dass ich nun Lehrbeauftragter der Hochschule Augsburg bin. Nach zahlreichen Jahren der Zusammenarbeit mit Prof. Müssigmann, freut es mich, dass er mir einen Lehrauftrag angeboten hat und ich nun offiziell Teil des Lehrstuhls bin. Es macht mir Spaß, den Informatik- und Wirtschafsinformatik-Studenten Automatisierungstechnologien näherzubringen und zu zeigen, welche Möglichkeiten hinter der Modellierungssprache BPMN stecken.